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Georgien droht
russischen Urlaubern mit Gefängnis |
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Georgien droht russischen Urlaubern, die
sich an der Schwarzmeerküste Abchasiens oder im Gebirge Südossetiens
erholen, mit rigorosen Konsequenzen.
Die beiden Kaukasus-Republiken hatten sich
nach dem Untergang der Sowjetunion 1991 von Georgien losgelöst. Die
Regierung in Tiflis betrachtet sie noch immer als georgisches
Hoheitsgebiet.
Reisen nach Abchasien und Südossetien ohne
Erlaubnis Georgiens würden strafrechtlich geahndet, warnte der
georgische Innenminister Schota Utiaschwili am Freitag. Touristen, die
sich nicht beim georgischen Grenzdienst anmelden, drohten Geldstrafen
von bis zu 12.000 US-Dollar oder bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug.
Der Minister gab keine Antwort auf die
Frage, wie viele „Grenzverletzer" bereits in georgischen Gefängnissen
einsitzen würden, sondern sagte nur, dass unter den Festgenommenen
Russen, Georgier sowie Bürger anderer Staaten seien.
27.08.2010
Stimme Russlands
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Vom
Kreml unterstützt - von Brüssel geschnitten
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Vor zwei Jahren erkannte Russland formell
die Unabhängigkeit der Republik am Schwarzen Meer an, wirtschaftlich ist
Abchasien jedoch auf den Kreml angewiesen. Gut die Hälfte des jährlichen
Staatsetats kommt zur Zeit aus Moskau.
Gagra, Nur 30 Kilometer Luftlinie
liegen zwischen den Badeorten Sotschi und Gagra – doch die gefühlte
Distanz könnte kaum größer sein. An der russischen Schwarzmeerküste
zieht Sotschis Überangebot an Hotels und Strandbars Touristen aus ganz
Osteuropa an. Dagegen patrouilliert am Strand von Gagra die russische
Marine – durch Abchasiens Touristenzentrum frisst sich Verfall.
Die Republik Abchasien gibt es seit genau
zwei Jahren. Nach dem Georgien-Krieg erkannte Moskau die Region und das
weiter nördlich gelegene Südossetien formell an und gliederte die
Gebiete seinem eigenen Machtbereich ein.
Moskau hat seither einiges getan, um den
Satellitenstaat zu stabilisieren. Baubrigaden aus Sotschi haben die
Strandpromenade der abchasischen Hauptstadt Suchum hergerichtet, die
einzige Fernstraße wird aufwändig saniert, der Handel zwischen beiden
Ländern steigt. Und doch fehlt Russland eine Strategie, wie sich die
verarmte Teilrepublik eigenständig entwickeln kann. Mindestens eine Mrd.
Dollar pumpt der Kreml pro Jahr in das 200 000 Einwohner kleine Land –
und bestreitet damit gut die Hälfte des gesamten Staatsetats.
Export beschränkt sich auf Wein
„Wir sind Russland unwahrscheinlich
dankbar für die großartige Unterstützung“, schwärmt
Wirtschaftsministerin Kristina Osgan. Die 37-Jährige schrieb ihre
Doktorarbeit im Fernstudium in Moskau, als sie bereits
Wirtschaftsministerin in Abchasien war. Aber auch sie weiß: „Wir können
nicht ewig am Rocksaum von Russland hängen und müssen lernen, auf
eigenen Füßen zu stehen.“ Oberste Priorität habe das Freihandelsabkommen
mit Russland, dann könnte Abchasien Agrarprodukte nach Russland
exportieren.
Groß ist Abchasiens Warenpalette nicht.
Eigentlich gibt es nur zwei Unternehmen, die exportieren: eine Brauerei
und die Weinfabrik Suchum. Chef-Winzer Valeri Avidzba, 76, dreht die
Wählscheiben seines Telefons und bestellt zwei Karaffen Wein, um seinen
Gast zu verköstigen. In der Tat genießt der Wein aus der
Schwarzmeer-Region in Russland seit Sowjetzeiten einen ausgezeichneten
Ruf. Ohne Schwierigkeiten schaffte es Avidzba, den Export nach Russland
2009 auf acht Mill. Flaschen zu erhöhen – praktisch von Null. Denn vor
dem Georgienkrieg hatte der Export brach gelegen, weil Moskau schon 2006
ein Embargo auf georgische Weinimporte verhängt hatte. Die Sanktionen
sollten die Wirtschaft des heißblütigen georgischen Staatspräsidenten
Michail Saakaschwili treffen, aber sie stürzten vor allem Abchasien in
Existenznot, das außer Wein nichts zu exportieren hat.
Nun, da der Handel mit Russland so einfach
ist wie nie zuvor, will auch die Brauerei der Stadt exportieren. Amra
Anua, eine ehrgeizige Geschäftsfrau, investiert in neue Anlagen, um sich
mit qualitativ hochwertigen Bierprodukten am hart umkämpften russischen
Markt durchsetzen zu können. Obwohl es am nötigen Kapital nicht fehlt,
ist es nicht leicht, Lieferanten zu finden.
Brüssel blockiert Lieferungen
„Im Brauereiwesen sitzen die besten
Anlagenbauer in der EU“, erzählt sie, „und das ist für uns ein großes
Problem.“ Als sie Anlagen aus Ungarn über Russland importierte, musste
der Lieferant den EU-Ausfuhrkontrolleuren erklären, weshalb er nicht
über Georgien nach Abchasien liefere. Nach europäischer Lesart ist
Abchasien ein Teil von Georgien, obwohl die Grenze seit der einseitigen
Unabhängigkeitserklärung 1992 für den Handel geschlossen ist. Wegen
solcher Nachfragen springen die Lieferanten ab. An einen Export in
Märkte außerhalb Russlands ist sowieso nicht zu denken.
26.08.2010
Handelsblatt
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Abchasien und
Südossetien: Seit zwei Jahren von Moskau als unabhängig anerkannt |
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Südossetien und Abchasien begehen am
heutigen Donnerstag den 2. Jahrestag der Anerkennung ihrer
Unabhängigkeit durch Russland. Das Dekret über die Anerkennung
unterzeichnete Russlands Präsident Dmitri Medwedew am 26. August 2008.
Zuvor hatten sich die Einwohner Abchasiens
und Südossetiens bei Referenden auf ihrem Territorium mehrmals für die
Unabhängigkeit von Georgien ausgesprochen.
Nach dem Südossetien-Konflikt Anfang
August 2008 wandten sich beide Regionen an Moskau, ihre Unabhängigkeit
anzuerkennen.
In Erwiderung darauf brach Tiflis die
Beziehungen mit Russland ab.
Der Schritt Moskaus wurde auch von den
meisten westlichen Staaten verurteilt, darunter von den USA, Deutschland
und Großbritannien.
Wie die damalige US-Außenamtschefin
Condoleezza Rice erklärte, betrachtet Washington Abchasien und
Südossetien weiterhin als Bestandteile Georgiens in den international
anerkannten Grenzen und ist bereit, von seinem Vetorecht im
Weltsicherheitsrat Gebrauch zu machen, um beliebige Versuche Russlands
zu verhindern, den Status dieser Regionen zu ändern.
Nach Moskau wurde die Unabhängigkeit
Südossetiens und Abchasiens von Nicaragua, Venezuela und Nauru
anerkannt.
26.08.2010
RIA Novosti
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Südossetien und
Abchasien feiern den zweiten Jahrestag ihrer Anerkennung |
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Südossetien und Abchasien feiern den
zweiten Jahrestag ihrer Anerkennung. Am 26. August 2008 unterzeichnete
der russische Präsident Dmitri Medwedjew den entsprechenden Erlass.
Dieser Schritt war nötig, um zwei kaukasische Republiken nach dem
Angriff Georgiens auf Südossetien zu schützen.
Außer Russland wurde die Unabhängigkeit
Abchasiens und Südossetiens durch Nicaragua, Venezuela und den
pazifischen Inselstaat Nauru anerkannt. Diese Frage wird auch von einer
Reihe lateinamerikanischer Staaten und von den GUS-Ländern erörtert.
26.08.2010
Stimme Russlands
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Experte: Lage in
Abchasien stabiler |
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Im
Interview mit RIA Novosti spricht der russische Militärexperte Alexander
Scharawin über die jetzige Situation um Abchasien und Südossetien sowie
die Reform der russischen Streitkräfte.
RIA Novosti: Es sind
bereits zwei Jahre nach dem Konflikt in Südossetien vergangen, der die
internationale Situation um Russland und Georgien zugespitzt hatte. Kann
man die jetzige Situation in Transkaukasien als sicher bezeichnen?
Alexander Scharawin: Was
Abchasien betrifft, würde ich die Situation als ziemlich stabil
bezeichnen. In Südossetien ist die Situation etwas schwieriger. Was die
Situation in Transkaukasien gänzlich angeht, darunter die Anerkennung
der beiden Staaten durch Russland, ist die Lage viel stabiler und
sicherer. Man kann heute viel über diesen Konflikt diskutieren, darüber
sprechen, was richtig und was falsch gemacht worden war.
Nach meiner Ansicht hätte man damals nicht
die Grenze Abchasiens übertreten und nicht die Landtruppen nach Georgien
schicken müssen. Man hätte sich auf Bombenangriffe beschränken können.
Dennoch stand das russische Militärkommando unter Zeitdruck. Damals
hatte kaum jemand erwartet, dass Saakaschwili es wagen wird, die
Friedenstruppen und friedlichen russischen Bürger anzugreifen. Die
Militäraggression seitens Georgiens zeigt die „Abenteuerlichkeit“ dieses
politischen Regimes. Russland konnte nicht tatenlos zusehen - dies wäre
falsch gedeutet worden. Falls Russland keine ernsthaften Schritte
unternommen hätte (womit Saakaschwili gerechnet hatte), hätte Russland
sein Gesicht verloren.
RIA Novosti: Warum war
die
Anerkennung Abchasiens und Südossetiens nötig?
Alexander Scharawin:
Diese Frage löst bis heute viele Diskussionen aus. Russland stand unter
Zeitdruck. Nach dem Ende des Militärkonflikts konnte Russland nicht
seine Truppen abziehen. Dies hätte bedeutet, dass Abchasien und
Südossetien allein mit Georgien geblieben wäre. Das hätte viele Opfer
zur Folge haben können. Russland musste legitime Bedingungen schaffen,
um seine Truppen in diesen zwei Staaten zu belassen und ihre Sicherheit
zu gewährleisten. Nach meiner Ansicht ist dies der Hauptgrund, warum
Abchasien und Südossetien als unabhängig anerkannt wurden.
RIA Novosti: Welche
langfristigen Folgen hat dieser Krieg?
Alexander Scharawin: Wenn
man darüber spricht, was Georgien erreicht hat, hat sich dessen Lage
nach meiner Ansicht deutlich verschlechtert. Vor dem Ausbruch dieses
Konflikts hatte Georgien noch Chancen auf den Beitritt zur Nato gehabt,
wovon es regelmäßig gesprochen hatte. Derzeit ist dies kaum möglich,
weil keiner auf einen Konflikt mit Russland eingehen will. Man versteht,
dass Russland sich in den Militärkonflikt einmischen musste. Viele
westliche Diplomaten sagen bei Gesprächen mit russischen Vertretern,
dass sie die Handlungen Russlands verstehen, das gezwungen worden sei,
auf Georgiens Aggression gegenüber russischen Bürgern und
Friedenstruppen zu antworten. Was Abchasien betrifft, entwickelt es sich
derzeit ziemlich gut. Die Zusammenarbeit mit Abchasien wird nicht nur im
militärtechnischen Bereich, sondern auch in Kultur und Wirtschaft
entwickelt.
Die Frage nach der Unabhängigkeit
Abchasiens kam bereits Anfang der 90er Jahre auf. Abchasien lebt
faktisch fast seit 20 Jahren getrennt von Georgien. Die Situation in
Südossetien ist schwieriger. Dort gibt es weniger Einwohner als in
Abchasien. Zudem gibt es so gut wie keine Wirtschaft. Es gibt fast keine
Möglichkeiten zur Entwicklung der Industrie. Russland bereitet es echte
Kopfschmerzen, die Existenzfähigkeit dieses Staates aufrechtzuerhalten.
Die Herausbildung des Staatswesens in Südossetien erfolgt sehr langsam,
Schritt für Schritt. Im vergangenen Jahr wurden die Parlamentswahlen
abgehalten und die Legislative gebildet. Derzeit formieren sich die
Parteien und die Opposition.
RIA Novosti: Wie sind die
Folgen dieses Kriegs für die russische Armee?
Alexander Scharawin: Nach
dem Krieg hat man relevante Schlüsse gezogen. Es wurde nicht von
ungefähr beschlossen, dass die russischen Streitkräfte ein neues Gesicht
bekommen müssen.
RIA Novosti: Es handelt
sich also um eine radikale Militärreform?
Alexander Scharawin: Ja,
man spricht sogar über einen neuen qualitativen Inhalt der russischen
Streitkräfte. In der Tat wird derzeit der Aufbau der neuen Streitkräfte
angegangen. Seit zwei Jahren wird daran hart gearbeitet. Einiges gelingt
selbstverständlich nicht. Doch ernsthafte Veränderungen sind bereits zu
erkennen. So wurde beispielsweise das System des Militärkommandos
geschaffen. Hätte man dieses Kommando 2008 gehabt, wäre die Steuerung
viel effektiver gewesen. Es wäre eine andere Koordinierung gewesen und
hätte weniger Verluste und mehr Effizienz gebracht. Zwei russische
Militärstützpunkte wurden eingerichtet: in Südossetien (in Zchinwali und
in Dschawa) und in Abchasien (in Gudauta). Die zahlenmäßige Stärke
dieser Militärstützpunkte ist ungefähr gleich: je 3700 bis 3800
Menschen. Sie sollen vor allem die Grenzsoldaten unterstützen, auch in
Abchasien. Sie mischen sich nicht in die inneren Angelegenheiten dieser
Länder ein. Zudem funktioniert das normale Zusammenwirken. Russland
leistet ebenfalls ernsthafte Finanzhilfe. Russlands Vizeregierungschef
Igor Schuwalow hatte vor kurzem verkündet, dass Russland in den letzten
zwei Jahren mehr als 28 Milliarden Rubel (1 Euro = ca. 38,89 Rubel) in
die Wirtschaft Südossetiens investiert habe.
Alexander Scharawin ist Direktor des
Moskauer Instituts für politische und militärische Analyse und
Reserveoberst des Generalstabs der russischen Streitkräfte.
Das
Gespräch führte Andrej Solotow.
24.08.2010
RIA Novosti
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Abchasien-Russland:
Streit ums Eigentum im Urlaubsparadies |
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Moskau/Suchum, Die
Beziehungen zwischen Russland und Abchasien haben einen Knacks bekommen,
schreibt die „Nesawissimaja Gaseta" am Dienstag. Die beiden Seiten
können Einigung bei den Eigentumsrechten für Wohnungen, Häuser,
Erholungsheime und Strände, die russische Staatsbürger in Abchasien
erworben haben, erzielen. Die Kaufverträge wurden geschlossen, als die
Abchasen für ihre Unabhängigkeit kämpften. Doch als die Republik
unabhängig wurde, wollten sie die Verträge nicht mehr anerkennen, weil
der ganze Tourismus in die Hände der Russen gelangt wäre.
In der Erklärung des Ministerpräsidenten
Sergej Schamba, die gestern von der abchasischen Nachrichtenagentur
Apsnypress veröffentlicht wurde, hieß es, dass Russlands Vorschlag über
die Eigentumsrechte der in Abchasien lebenden russischen Staatsbürger
abgelehnt worden sei. Konkret geht es um ein Projekt mit dem Titel
„Konzept für die Arbeit der gemeinsamen russisch-abchasischen Kommission
zur Wiederherstellung der Eigentumsrechte der russischen Staatsbürger in
der Republik Abchasien".
Das Dokument wurde laut Schamba vom
russischen Außenministerium verschickt. Doch das Papier habe weder eine
Registrierungsnummer noch ein Begleitschreiben und sei deswegen als
nicht erörterungswert abgelehnt worden, sagte der abchasische
Ministerpräsident.
Schamba gab diese Erklärung nach mehreren
Veröffentlichungen in den lokalen Medien ab, die die Regierung warnten,
dass die Verabschiedung dieses Konzepts Abchasiens nationale Interessen
beeinträchtigen würde. Außer den Russen, deren Rechte für das Eigentum
in Abchasien anerkannt werden sollen, werden auch Tausende georgische
Flüchtlinge, die Abchasien während des Konflikts Anfang der 1990er Jahre
verlassen haben, Eigentumsrechte beanspruchen.
Sprecher des russischen Außenministeriums
teilten mit, dass Moskau an Suchum Informationen darüber, dass das
Eigentum den russischen Bürgern entzogen werde, sowie Listen der
Betroffenen und offizielle Noten gerichtet habe. Suchum habe ein Konzept
zur Wiederherstellung der Eigentumsrechte russischer Bürger erhalten.
Doch ein Sprecher der abchasischen Regierung sagte, dass die Frage nicht
nur die Wohnungen der in Abchasien lebenden Russen betreffe, sondern
auch die Erholungsheime und Strände betreffe, die seinerzeit von
russischen Staatsbürgern gekauft wurden, die nicht in der Republik
leben.
Ministerpräsident Schamba sagte gestern
bei einer Pressekonferenz in Suchum, dass die abchasischen Behörden sich
nicht weigern, die Eigentumsrückgabe an russische Bürger zu erörtern.
„Wir studieren die Fragen über die Rückgabe von Häusern und Wohnungen an
russische Bürger. Doch diese kompliziertem Fragen sind nicht sofort zu
lösen, weil nicht nur ethnische Russen die russische Staatsbürgerschaft
haben, sondern auch viele einstige ethnische Georgier, unter anderem
diejenigen, die während des georgisch-abchasischen Kriegs gegen das
abchasische Volk gekämpft haben. Diese haben keinen Zugang in die
Republik", sagte er.
In Abchasien sei gegenwärtig eine
Kommission tätig, die jeden konkreten Fall überprüfe, so der
Ministerpräsident.
24.08.2010
Stimme Russlands
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Kreml genervt:
Lukaschenko in der Zwickmühle - „GZT.Ru“ |
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Moskau, Am
Freitag findet in der armenischen Hauptstadt Jerewan ein informeller
Gipfel der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS)
statt, schreibt die Internetzeitung „GZT.Ru“ am Freitag.
Der russische
Präsident Dmitri Medwedew will mit seinen Amtskollegen bei dem Gipfel
die Situation in Kirgisien erörtern. Doch es gibt ein weiteres Problem;
Die Verschärfung der Beziehungen mit der weißrussischen Führung.
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko
will nach Meinung von Experten bei einem Vier-Augen-Gespräche mit
Medwedew eine Eskalation des Streits verhindern. Lukaschenko will seine
Position vor den Wahlen stärken, die Ende 2010 bis Anfang 2011
stattfinden sollen.
„Lukaschenko will dieses Treffen. Doch es
kann sein, dass ein Treffen unter vier Augen nicht zustande kommt, denn
die Ereignisse entwickeln sich in Richtung Eskalation“, sagte der
Politologe Alexej Makarkin. „Lukaschenkos Verhältnis zu Medwedew und
Putin ist so stark belastet, dass auch eine hastige Anerkennung
Abchasiens und Südossetiens das von ihm erhoffte Ergebnis nicht
unbedingt herbeiführen werden. Die Beziehungen zu den USA und der EU
werden aber in diesem Fall unwiderruflich verdorben sein“.
„Ein bilaterales Treffen wird an sich
bedeuten, dass Russland bereit wäre, seine Ansprüche aufzugeben oder zu
mildern“, sagte Vizedirektor des Instituts für soziale Systeme, Dmitri
Badowski. „Der Preis der Normalisierung ist für Russland offensichtlich
die Anerkennung von Abchasien und Südossetien“.
Doch Lukaschenko weiß, dass die
Anerkennung der Republiken Visumssanktionen gegen die Beamten,
Kreditverweigerungen seitens des IWF und europäischer Banken sowie die
Sperre des Zugangs zu den EU-Märkten zur Folge haben kann.
Der Zeitpunkt für einen Streit mit Moskau
ist mehr als unglücklich. In Weißrussland beginnt der Wahlkampf. Nach
Meinung der Experten des Weißrussischen Instituts für strategische
Studien wird der politische und wirtschaftliche Druck seitens Russlands
sich verstärken. Dabei wird für Lukaschenko immer weniger
Handlungsspielraum zwischen Moskau und Brüssel bleiben. Moskau kann sich
weigern, die Wahlergebnisse anzuerkennen. Das wird auch die EU zwingen,
sie anzuzweifeln. Damit kann Russland einen sehr großen Einfluss auf die
weißrussische Bürokratie gewinnen.
Nach Angaben von europäischen Medien hat
sich der russische Finanzminister Alexej Kudrin inoffiziell mit dem
oppositionellen Politiker Jaroslaw Romantschuk und zwei anderen
Vertretern der weißrussischen Opposition getroffen. Romantschuk zeigte
sich sicher, dass 51 Prozent der Weißrussen Lukaschenko nicht
unterstützen werden. Doch es gibt ein Problem: Lukaschenko hat
potentielle Gegenkandidaten verhindern können. Somit wird Moskau es kaum
schaffen, einen Favoriten zu finden, auf den es im
Präsidentschaftsrennen setzen kann.
Der Politologe Valeri
Homjakow sagte, dass es die letzten Wahlen für Lukaschenko werden
können, wenn die zersplitterte weißrussische Opposition sich vor den
Wahlen einigen kann. Doch bis zu den Wahlen bleibt weniger als ein Jahr,
und ein Einheitskandidat ist nicht in Sicht.
20.08.2010
RIA Novosti
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Kreml bestätigt:
Belege für Lukaschenkos Wortbruch parat |
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Moskau,
Der Kreml hat seine Bereitschaft
bestätigt, die protokollierten Äußerungen des weißrussischen Staatschefs
Alexander Lukaschenko zu veröffentlichen, die dessen Versprechen,
Abchasien und Südossetien anzuerkennen, belegen sollen.
Kreml-Berater Sergej Prichodko habe im
Auftrag von Präsident Dmitri Medwedew gehandelt, als er kürzlich diese
Veröffentlichung nicht ausgeschlossen habe, betonte Alexej Gromow,
Vizechef des russischen Präsidialamtes, am Mittwoch. Medienberichte,
dass Medwedew mit Prichodko unzufrieden sei, entsprächen nicht der
Wahrheit. Die Autoren dieser Berichte seien von ihren Quellen
irregeführt worden.
Am Samstag hatte Prichodko gesagt, der
Kreml sei bereit, Lukaschenkos Äußerungen zu Abchasien und Südossetien
im Wortlaut zu veröffentlichen, um zu belegen, dass der weißrussische
Präsident die Anerkennung dieser von Georgien abtrünnigen Republiken in
Aussicht gestellt habe. Laut Prichodko sprach Lukaschenko davon in einer
Sitzung des postsowjetischen Bündnisses CSTO (dt. Abk. OVKS). Der
weißrussische Präsident behauptet dagegen, er habe nichts versprochen.
18.08.2010
RIA Novosti
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Regulärer
Schiffsverkehr zwischen Russland und Abchasien eingerichtet |
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Sotschi, Der Seehafen Adler, ein
Verkehrsknoten zwischen Russland und Abchasien, hat am Dienstag den
regulären Betrieb aufgenommen. Das erfuhr RIA Novosti vom Pressedienst
der regionalen Küstenschutzbehörde. Wie es hieß, werden Verkehrsschiffe,
die je 150 Passagiere an Bord nehmen können, von nun an regelmäßig
zwischen Russland und Abchasien kursieren.
Nach Einschätzung von Experten kann die
Schifffahrt als ein alternativer Verkehrsweg zwischen beiden Ländern den
im Juni 2010 eröffneten Autoverkehr an der russisch-abchasischen Grenze
entlasten. Nach Angaben des Pressedienstes befahren mehr als 35,000
Personen täglich den Kfz-Grenzübergang. Etwa 1000 Menschen passieren die
Grenze per Eisenbahn.
17.08.2010
RIA Novosti
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Russland verlegt
weiteres Küstenschutzboot nach Abchasien |
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Suchum, Ein russisches
Küstenschutzboot vom Typ Mangust ist am Donnerstag im abchasischen Hafen
Otschamtschira eingetroffen, wo bereits vier Schiffe dieses Typs
stationiert sind.
Das erfuhr RIA Novosti aus abchasischen
Behörden.
Der russische Küstenschutz überwacht seit
Dezember 2009 die Seegrenzen der Kaukasus-Republik. Die russische
Schwarzmeerflotte gibt Frachtern, die nach oder aus Abchasien fahren,
auch im neutralen Gewässer Geleitschutz.
Georgien betrachtet den abchasischen
Küstenbereich als eigenes Hoheitsgewässer und versucht bis jetzt noch,
Zivilschiffe bei Einlaufen und Verlassen der abchasischen Gewässer
aufzubringen.
16.08.2010
RIA Novosti
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Eine Aggression, die
den Kaukasus verändert hat |
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Die zu Ende gegangene Woche erinnerte an die
Kaukasus-Tragöde vor zwei Jahren. In der Nacht zum 8. August 2008 hatte
Georgien eine Aggression gegen Südossetien entfesselt, bei der es für
sein Volk ums Überleben ging.
Gegen diese kleine Republik wurde die gesamte Macht der
georgischen Armee eingesetzt, die unter Mitwirken der westlichen Länder
ausgerüstet und ausgebildet worden war. Das offizielle Tbilissi stellte
seine Handlungen als die „Herstellung der Ordnung" in einem ihm
unterstehenden Territorium dar. In Wirklichkeit aber waren das damals
weder Südossetien noch die andere Republik Abchasien. Historisch gesehen
gehörten sie nie zum Bestand des georgischen Staates.
Im Jahr 2008 hatte das Regime von Michail Saakaschwili
beschlossen, die nicht anerkannte Republik Südossetien unter seine
Kontrolle zu bringen. Das alles mündete in einen Krieg, der die
ethnische Säuberung und Vernichtung zum Ziel hatte. Die friedlichen
ossetischen Dörfer und die Hauptstadt Südossetiens Zchinwal wurden aus
Panzern, aus reaktiven Geschosswerfern und Artilleriegeschützen
beschossen, was zu großen Opfern und Zerstörungen führte. In wenigen
Tagen fanden Hunderte Menschen den Tod, darunter auch Dutzende russische
Friedenssoldaten. Tausende Menschen wurden verletzt, Zigtausende wurden
Flüchtlinge.
Um dem Blutvergießen und den Zerstörungen Einhalt zu
gebieten, sah sich Russland zu einer Militäroperation gezwungen, um
Georgien zum Frieden zu zwingen. Die Aggression wurde gestoppt, das
georgische Militär wurde aus dem Territorium von Südossetien vertrieben.
Die Unterzeichnung des „Planes Medwedjew-Sarkozy" setzte dem Konflikt
ein Ende. In diesem Dokument wurden die Prinzipien zur Regelung der
Beziehungen zwischen Südossetien, Abchasien und Georgien formuliert. Im
Eiltempo ausgearbeitet, förderte es die Herstellung des
Waffenstillstandes und die Zurückführung der Situation in den Rahmen des
Verhandlungsprozesses.
Dieser Krieg machte das Zusammenleben der Georgier,
Osseten und Abchasen im Rahmen eines geeinten Staates unmöglich.
Unter Berücksichtigung der neuen Realitäten erkannte Russland Ende
August 2008 die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens an. Der
russische Staatschef Dmitri Medwedjew bekräftigte beim jüngsten
Zusammentreffen mit dem Präsidenten Südossetiens Eduard Kokojty am
Freitag, dass die Position Russlands hinsichtlich Südossetiens
unverändert bleibe:
„Alle Entscheidungen, die Russland zum Schutz der Bürger
Südossetiens und ebenso zum Schutz unserer Bürger getroffen hatte, und
ebenso die Entscheidung, die beiden neuen Staaten anzuerkennen, waren
schwer, aber ausgewogen", sagte der Präsident Russlands Dmitri Medwedjew.
„Die vergangenen zwei Jahre haben ihre absolute Notwendigkeit
demonstriert. Denn gerade im Ergebnis dieser Entscheidungen erhielten
beide Völker die Möglichkeit, sich zu entwickeln und nicht durch ein
Genozid ausgerottet zu werden."
Nach den tragischen Ereignissen vom August 2008
realisiert Russland eine umfangreiche Zusammenarbeit mit den beiden
jungen südkaukasischen Republiken, einschließlich einer militärischen
Zusammenarbeit. Sie erfolgt auf der Basis zwischenstaatlicher
bilateraler Vereinbarungen, und ihr Ziel ist ausschließlich die
Gewährleistung der Sicherheit Südossetiens und Abchasiens sowie die
Gewährleistung der Stabilität in der Region insgesamt.
15.08.2010
Stimme Russlands
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Russische Luftwaffe
will Flugplatz Babuschera in Abchasien reanimieren |
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Moskau,
Die russischen Luftstreitkräfte planen, den Flughafen
Babuschera in der
Kaukasusrepublik Abchasien zu reanimieren.
Das teilte Russlands Luftwaffenchef Alexander Selin am Samstag in einem
Interview mit dem Radiosender Echo Moskwy mit. "Die Präsenz der
russischen Fliegerkräfte in Abchasien schafft nach meiner Ansicht
keinerlei Probleme. Wir sollten gemeinsam mit der abchasischen Führung
gewährleisten, dass der Betrieb dieses Flughafens in der Hauptstadt
Suchum wieder aufgenommen wird." Abchasien sollte Kontakte zur übrigen
Welt haben.
Zur Präsenz der Luftabwehrtruppen der russischen Luftwaffe in Abchasien
erinnerte der Generaloberst an entsprechende Vereinbarungen zwischen
Russland und Abchasien. "Die russischen Fliegerkräfte erfüllen ihre
Aufgaben. Wir bedrohen niemanden", betonte der Luftwaffenchef.
14.08.2010
RIA Novosti
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Moskau weist
US-Bericht über Terror im Kaukasus als voreingenommen ab |
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Moskau,
Das russische Außenministerium hat den jüngsten Bericht des
US-State-Departments über den Terrorismus im vergangenen Jahr als
voreingenommen abgewiesen.
Das betreffe insbesondere Kapitel, in denen die Situation in der
Kaukasus-Region analysiert werde, heißt es in einem in Moskau
veröffentlichten Kommentar.
"Es sei daran erinnert, dass die Autoren des Berichts Georgien als einen
hervorragenden Kämpfer gegen den Terror loben. Dabei werden die Fakten
ignoriert, dass Tiflis ein Doppelspiel in Bezug auf den terroristischen
Untergrund in Nordkaukasus führt. Russische Geheimdienste hatten bereits
mehrfach überzeugende Beweise dafür vorgelegt, und objektive Beobachter
hatten das schon längst zur Kenntnis genommen.
Das Ministerium zitierte aus dem Bericht: "Infolge der fehlenden
georgischen Kontrole kommen über die Grenze zu Abchasien und Südossetien
uneingeschränkt Menschen in die Region sowie werden Waren und auch
potenziell gefährliche Güter geschmuggelt."
"Natürlich gibt es an diesen Grenzen keine 'georgische Kontrolle' und
kann sie auch nicht geben", wird in dem Kommentar betont. "Der fehlende
Wunsch, die neuen geopolitischen Realitäten im Kaukasus anzuerkennen,
hat die Urheber des Berichts daran gehindert, über die Absurdität der
Formulierung 'georgische Kontrolle' an der Grenze zwischen Russland und
anderen souveränen Staaten - Abchasien und Südossetien - klar zu
werden."
Das russische Außenministerium ist ferner mit der Verwendung des
Begriffs "Militarisierung" in Bezug auf die Stationierung russischer
Grenztruppen in Abchasien und Südossetien kategorisch nicht
einverstanden. "Eben dank unseren Grenzsoldaten hat sich die Situation
an den Grenzen zwischen diesen Republiken und Georgien in letzter Zeit
weitgehend normalisiert und bleibt im Großen und Ganzen ruhig. In den
vergangenen zwei Jahren wurde ein beachtlicher Fortschritt bei der
Gewährleistung der Stabilität und Sicherheit in der Region erzielt.
Diese Meinung wird denn auch von der Führung der EU-Mission in Georgien
geteilt. Wichtig ist, dass Abchasien und Südossetien in Frieden leben",
betonte das russische Außenamt.
Die irrealistische Position der Nichtanerkennung der Unabhängigkeit von
zwei neuen Kaukasus-Staaten, die Washington beziehe, erschwere den
Erhalt internationaler humanitärer Hilfe durch Südossetien und
Abchasien. "Man muss die Politisierung dieser Prozesse aufgeben sowie
Abchasien und Südossetien aktiv in die internationale Kooperation
einbeziehen, darunter beim Kampf gegen den Terror. Die Festigung des
Anti-Terror-Potenzials dieser Länder würde nicht nur Suchum und
Zchinwal selbst, sondern auch den Nachbarländern und der gesamten
Weltgemeinschaft nur zugute kommen", hieß es in Moskau.
14.08.2010
Stimme Russlands
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Kreml wirft
Lukaschenko "Unanständigkeit und Inkonsequenz" vor |
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Moskau, Moskau bedauert die Inkonsequenz
des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko in mehreren Fragen,
darunter in Bezug auf die Anerkennung der Unabhängigkeit von Südossetien
und Abchasien.
"Leider wurden die Unanständigkeit und Inkonsequenz Lukaschenkos in
diesen Fragen schon lange zur Norm", sagte ein ranghoher Kreml-Beamter
am Samstag. Die Absicht, die beiden Kaukasus-Republiken anzuerkennen,
habe Lukaschenko in einer Sitzung der führenden Repräsentanten der
Mitgliedsländer der Organisation des Vertrages über die kollektive
Sicherheit (OVKS/CSTO) bekundet, hieß es.
Am Vortag teilte Lukaschenko mit, dass Weißrussland die Unabhängigkeit
Südossetiens und Abchasiens (von Georgien) nicht anerkennt. Seine
Entscheidung führte er auf die fehlende Fähigkeit Russlands,
Weißrussland bei der Lösung von Problemen zu helfen, mit denen Minsk
nach der Anerkennung unweigerlich konfrontieren würde.
Zur Erklärung von Russlands Präsident Dmitri Medwedew, wonach
Lukaschenko feierlich versprochen hatte, die Unabhängigkeit Abchasiens
und Südossetiens anzuerkennen, sagte weißrussische Staatschef: "Ich habe
das niemals feierlich versprochen, das hat niemand gehört... Ich habe
ihm (Medwedew) gesagt, die Anerkennung sei an und für sich kein Problem,
und zählte dann wirkliche Probleme auf, die Weißrussland mit der EU, den
USA und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) haben könnte,
sollten wir die beiden Republiken anerkennen." "Entweder ist Russland
nicht in der Lage, diese Probleme zu lösen, oder will die russische
Führung nichts damit zu tun haben... Hätte Russland entgegenkommende
Schritte getan, wäre die Situation heute ganz anders gewesen", sagte der
weißrussische Präsident.
Sergej Prichodko, Berater des russischen Präsidenten, sagte am Samstag
in Moskau, dass der Kreml alle Belege für Lukaschenkos Versprechen hat.
Russland würde den entsprechenden Teil aus dem Stenogramm der
OVKS-Sitzung veröffentlichen, kündigte er an.
14.08.2010
Stimme Russlands
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Medwedjew: Russlands
Kurs gegenüber Südossetien und Abchasien unverändert |
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Der russische Präsident Dmitri
Medwedjew hat die Unveränderlichkeit der Politik gegenüber Abchasien und
Südossetien bestätigt. „Der Kurs Russlands ändert sich nicht und kann
sich nicht ändern. Er ist unter Qualen geboren worden", sagte Medwedjew
bei der Eröffnung der Verhandlungen mit dem Präsidenten Südossetiens
Eduard Kokoity.
Der russische Staatschef sagte, dass alle vor zwei
Jahren getroffenen Entscheidungen über den Schutz der Bürger
Südossetiens und Abchasiens sowie der Bürger Russlands und über die
Anerkennung der Unabhängigkeit der zwei Republiken notwendig gewesen
seien.
Am 26. August 2008 hatte Russland nach der fünftägigen
georgischen Aggression (vom 8. bis 12. August) gegen Südossetien die
Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens anerkannt. Als Antwort brach
Tiflis die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab und erklärte die
zwei transkaukasischen Republiken zu besetzten Territorien.
In der
Folgezeit schloss Moskau mit Suchum und Zchinwal eine Reihe von
Abkommen, darunter über gemeinsame Bemühungen um den Schutz der
Staatsgrenze und über die Zusammenarbeit im militärischen Bereich.
Im
Rahmen dieser Abkommen stationierte Russland einen
Luftverteidigungskomplex S-300 auf abchasischem Territorium. Die
Luftverteidigung Südossetiens wird mit Kräften der Luftabwehr der
Landstreitkräfte erfolgen. Insgesamt versehen etwa 3000 russische
Armeeangehörige sowie Grenzsoldaten, die zusammen mit südossetischen
Formationen die Grenzen der Republik schützen, den Dienst im russischen
Militärstützpunkt in Südossetien.
„In diesem Jahr stellte Russland
Südossetien 4,7 Milliarden Rubel (etwa 120 Millionen Euro) bereit. Im
kommenden Jahr wird es der Republik 6,8 Milliarden Rubel (zirka 173
Millionen Euro) zur Verfügung stellen. Insgesamt wird die Hilfe Moskaus
im Rahmen des Programms zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung
der Republik auf 28 Milliarden Rubel (ungefähr 713 Millionen Euro)
geschätzt", teilte Russlands Erster Vizepremier Igor Schuwalow mit. Er
erläuterte, dass Russland von nun an mehr Mittel nicht mehr für den
Wiederaufbau der zerstörten Objekte der Republik, sondern für die
Steigerung ihres Wirtschaftspotentials bereitstellen wird. Russland
unterstützt auch Abchasien wirtschaftlich.
13.08.2010
Stimme Russlands
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Russisches
S-300-Abwehrssystem ist schon seit zwei Jahren in Abchasien |
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Das russische Luftabwehrsystem S-300, das, wie diese
Woche bekannt wurde, in Abchasien stationiert ist, war bereits vor zwei
Jahren und nicht ohne Wissen westlicher Staaten in der südkaukasischen
Schwarzmeerrepublik aufgestellt worden. Das erfuhr RIA Novosti aus einer
Quelle im Kreml.
Jetzt sei das System lediglich an einen anderen
Standort verlegt worden. „Das S-300-System in Abchasien ist nicht neu.
Es war vor zwei Jahren geliefert worden. Und die westlichen Partner
waren darüber informiert worden."
Der russische Luftwaffenchef Alexander Selin hatte am vergangenen Mittwoch bekannt gegeben, dass Russland in
Abchasien ein Flugabwehrsystem vom S-300 aufgestellt habe. Damit würden
die Abwehrmittel der Landstreitkräfte verstärkt, die sowohl den
abchasischen Luftraum als auch den Himmel über Südossetien schützen,
sagte er. Daraufhin bekundete auch der andere Kaukasus-Staat,
Südossetien, Interesse an S-300-Systemen. Die Luftverteidigung
Südossetiens sei effizient und reiche mittlerweile aus. Ein russisches
S-300-System würde aber nicht schaden, sagte der südossetische
Verteidigungsminister Valeri Jachnowez.
13.08.2010 Stimme Russlands
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Russland
stationiert S-300-Raketen in Abchasien - Moskau überrascht Ashton mit
Luftabwehrraketen |
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Mit der Aufstellung von Luftabwehrraketen in
Abchasien hat Moskau heftige Kritik aus Georgien auf sich gezogen.
Während sich die USA von der Stationierung unbeeindruckt zeigen, kommt
sie für die EU-Außenbeauftragte überraschend. Der russische
Außenminister erwähnte ihr gegenüber kurz vor der Bekanntmachung nichts
von dem Schritt.
Am Mittwoch (11. August) war bekannt geworden, dass
Russland in Abchasien ein Flugabwehrsystem vom Typ S-300 aufgestellt
hat. Laut dem russischen Luftwaffenchef Alexander Selin werden
damit die Abwehrmittel der Landstreitkräfte verstärkt, die sowohl den
abchasischen Luftraum als auch den Himmel über Südossetien schützen.
Tiflis sprach von einem "gegen die Nato gerichteten Schritt" und legte
offiziell Protest ein. "Vor allem verstößt dieser Schritt gegen das
Waffenstillstandsabkommen vom 12. August [2008]", kommentierte der
georgische Vizepremier und Reintegrationsminister Temur Jakobaschwili.
"Er sagte nichts zu dem Thema"
Der russische Außenminister Sergej Lawrow erwähnte die
bevorstehenden Bekanntmachung während eines Gesprächs mit der
EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton jedoch nicht.
Beide sprachen am Mittwochnachmittag lange über die russischen
Waldbrände. Ashton sprach ihr Beileid für die Opfer aus, und Lawrow
bedankte sich für die Unterstützung der EU-Mitgliedsstaaten.
Zur Überraschung der Außenbeauftragten erfuhr man erst kurz danach aus
der Erklärung Selins gegenüber russischen Nachrichtenagenturen von der
Stationierung in Abchasien.
Dem Online-Dienst
EUobserver gegenüber hieß es aus Kreisen der EU-Institutionen: "Er
sagte nichts zu dem Thema. Nach etwa einer Stunde bekamen wir die
Nachricht."
Nicht positiv, aber auch nicht neu
Der Sprecher des US-Außenministeriums, Philip Crowley, erklärte
in Washington: "Uns ist bekannt, dass Russland seine S-300-Raketen
bereits in Abchasien stationiert hat." Die Systeme würden dort schon
seit zwei Jahren stehen.
"Wir können nicht sagen, ob die Russen dort bereits neue Raketenkomplexe
stationiert haben oder nicht. Wir klären das jetzt." Der Fakt der
Stationierung sei "nicht positiv, aber auch nicht neu", hieß es.
Die EU-Beobachtermission in Georgien (EUMM) ließ ebenfalls mitteilen,
dass man nicht bestätigen könne, ob neue Raketenkomplexe stationiert
worden seien, da man keinen Zugang zu Abchasien habe. Der
Außenministerrat der Europäischen Union hatte am Montagabend die
Beobachter-Mission um ein weiteres Jahr bis September 2011 verlängert.
Nachahmung der USA?
Die Aufstellung dieses Systems störe das Kräftegleichgewicht in der
Region. "Das ist auch ein Versuch, die Handlungen der USA nachzuahmen,
die Abwehrmittel in Osteuropa stationieren", sagte Jakobaschwili. Dieser
Schritt "ist offenbar gegen die Nato gerichtet". Georgien werde
diesbezüglich an internationale Organisationen appellieren.
Unterdessen hat auch der andere Kaukasus-Staat, Südossetien, Interesse
an den S-300 bekundet. Die Luftverteidigung Südossetiens sei effizient
und reiche mittlerweile aus. Ein russisches S-300-System würde aber
nicht schaden, sagte der südossetische Verteidigungsminister Valeri
Jachnowez in einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Novosti.
Hintergrund
Abchasien und Südossetien hatten sich nach dem Zerfall der Sowjetunion
vor rund 18 Jahren von Georgien gelöst und existierten bis zuletzt als
nicht anerkannte De-facto-Staaten. Am 26. August 2008 wurden sie von
Russland und dann auch von Nikaragua anerkannt. Der Anerkennung war ein
Angriff der georgischen Armee auf Südossetien vorausgegangen, der
mehrere hundert Zivilisten das Leben kostete.
Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt
Zchinwal weitgehend
zerstört wurde, wurde nach Eingreifen der russischen Armee abgewehrt.
Georgien brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen zu Russland ab
und erklärte Südossetien und Abchasien zu besetzten Gebieten.
S-300-Raketen sind für die Verteidigung großer Industrie- und sonstiger
Zivil- und Militäranlagen bestimmt und können unter anderem auch
ballistische Langstreckenraketen abfangen. Die neuesten Modifikationen
sind in der Lage, Ziele in einer Entfernung von 150 km und in bis zu 27
km Höhe zu bekämpfen.
Theoretisch können die S-300, die gegenwärtig den Kern der Luftabwehr
Russlands bilden, auch gegen Bodenziele eingesetzt werden.
Raketensysteme dieses Typs stehen in der Ukraine, Weißrussland,
Kasachstan, der Slowakei, Bulgarien, Griechenland und China im Dienst.
Auch der Iran bewirbt sich seit langem um diese Systeme.
13.08.2010
EurActiv.de
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Russland verlegt
weiteres Küstenschutzboot nach Abchasien |
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Ein russisches Küstenschutzboot
vom Typ Mangust ist am Donnerstag im abchasischen Hafen Otschamtschira
eingetroffen, wo bereits vier Schiffe dieses Typs stationiert sind. Das
erfuhr RIA Novosti aus abchasischen Behörden. Der russische Küstenschutz
überwacht seit Dezember 2009 die Seegrenzen der Kaukasus-Republik. Die
russische Schwarzmeerflotte gibt Frachtern, die nach oder aus Abchasien,
einer ehemaligen Provinz Georgiens, fahren, auch im neutralen Gewässer
Geleitschutz. Georgien betrachtet den abchasischen Küstenbereich als
eigenes Hoheitsgewässer und versucht bis jetzt noch, Zivilschiffe bei
Einlaufen und Verlassen der abchasischen Gewässer aufzubringen.
12.08.2010
Stimme Russlands
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Südossetien: Zwei
Jahre nach Georgiens Angriff |
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Moskau,
Am Sonntag wurde in Russland, im Kaukasus und einigen
europäischen Städten des zweiten Jahrestags des von Georgiens
Präsidenten Michail Saakaschwili entfesselten
Kriegs gegen Südossetien
gedacht.
In der südossetischen Hauptstadt Zchinwal wurde die Aktion
„Lebendiges Gedenklicht“ veranstaltet. In der Moskauer
Christi-Erlöser-Kathedrale fand ein Gottesdienst zum Gedenken an die
Kriegsgefallenen statt. Auch in den georgischen Städten Tiflis und Gori
gedachte man der Todesopfer des Angriffs.
Am selben Tag stattete der russische Präsident Dmitri Medwedew
Abchasien einen Besuch ab, das ebenfalls von der georgischen Offensive
betroffen worden war. Dabei zeigte Medwedew sich zum Ausbau der
Beziehungen mit der Republik bereit.
Georgien hatte in der Nacht zum 8. August 2008 Südossetien
beschossen. Georgische Soldaten griffen die Republik an und zerstörten
die Hauptstadt der Republik, Zchinwal. Russland, das die Einwohner
Südossetiens verteidigte, von denen viele russische Pässe haben,
beorderte seine Truppen dorthin und vertrieb fünf Tage später die
georgischen Soldaten aus Südossetien.
Nach Angaben der südossetischen Behörden sind mehr als 1500
Zivilisten zu Opfern der Kriegshandlungen geworden worden. Die Ermittler
der russischen Generalstaatsanwaltschaft konnten nachweisen, dass 162
südossetische Bürger ums Leben gekommen waren. Außerdem wurden während
des Konflikts 67 russische Soldaten, darunter Friedensoldaten, getötet.
Ende August 2008 erkannte Russland die Souveränität Südossetiens und
Abchasiens an.
GEDENKVERANSTALTUNGEN
Die Veranstaltungen zum Gedenken der Todesopfer hatten mehrere Tage
vor dem Jahrestag der Tragödie begonnen und bis zum Sonntag gedauert.
Noch am Freitag hatten die ossetischen Gemeinden in Brüssel, Straßburg
und Berlin Aktionen gestartet und die internationale Gemeinschaft
aufgefordert, den von Georgien ausgelösten Krieg neu zu betrachten und
die georgische Regierung zu verurteilen. In Straßburg fand vor dem
Palast des Europarats eine Kundgebung von Aktivisten des internationalen
Verbandes der südossetischen Diaspora „Wiederbelebung“ statt.
Die georgische Diaspora organisierte in verschiedenen europäischen
Ländern eine Reihe von Protestaktionen. In Ankara (wo übrigens die
abchasische und südossetische Diaspora sehr groß ist) fand ebenfalls
eine Demonstration statt. In Zchinwal begann die Aktion „Lebendiges
Gedenklicht“ am Samstag um 23.35 Uhr (zu diesem Zeitpunkt begann nämlich
der Beschuss des Südossetiens durch Georgien), die bis 6.00 Uhr morgens
anhielt.
Die Aktion wurde mit Trauerglocken gestartet, anschließend erklang
das Konzert, das das Orchester von Valeri Gergijew im August 2008 in
Zchinwal gespielt hatte. Der Präsident Südossetiens, Eduard Kokojty,
wandte sich an seine Mitbürger mit einer Rede.
Am Sonntagvormittag wurde in der Gori-Kathedrale in Tiflis ein
Gottesdienst zum Gedenken der Todesopfer abgehalten, und in der Umgebung
der Burg Gori bildeten Jugendliche eine Menschenkette, die die Einheit
Georgiens symbolisierte. Danach ließen viele junge Männer und Frauen
weiße Tauben in den Himmel steigen, die weltweit als Friedensboten
gelten.
In der Dreifaltigkeitskathedrale in Tiflis hielt Katholikos Ilia II.
eine Messe zum Gedenken der Gestorbenen ab. Außerdem besuchten sowohl
Regierungsvertreter als auch Oppositionelle den Ehrenfriedhof in
Muchatwerdi, einem Vorort von Tiflis, und gedachten dabei der Toten.
In der Moskauer Christi-Erlöser-Kathedrale fand ebenfalls ein
Gottesdienst zum Gedenken der Opfer der georgischen Angriffs statt. Das
berichtete das südossetische Informationskomitee.
BESUCH IN Suchum
In Suchum, der Hauptstadt Abchasiens, das ebenfalls im August 2008
von der georgischen Gewalt befreit wurde, gedachte man auch der
Gefallenen des fünftägigen Kriegs. Russlands Präsident Dmitri Medwedew
besuchte erstmals Suchum, wo er sich mit seinem abchasischen
Amtskollegen Sergej Bagapsch traf und einen russischen Stützpunkt in der
Stadt Gudauta besuchte.
Dabei zeigte sich der russische Staatschef überzeugt, dass in der
Region „ein langer blutiger Konflikt“ hätte ausgelöst werden können,
falls Russland Abchasien und Südossetien nicht als souveräne Staaten
anerkannt hätte.
Bei der Niederlegung eines Blumenkranzes am Grabmal der Opfer des
georgisch-abchasischen Krieges erklärte Medwedew abermals, dass Russland
durch die Unterstützung und Anerkennung Abchasiens und Südossetiens ein
„Blutbad“ in der Region verhindert hatte.
Bei den Verhandlungen mit Bagapsch bestätigte der russische Präsident
die Absicht, die Entwicklung der Beziehungen zu Abchasien auf allen
möglichen Gebieten auszubauen, insbesondere in der Wirtschaft und bei
der Sicherheit.
FALSCHER BOMBENALARM
Am Sonntag wurden auch mehrere Versuche gemeldet, die
Gedenkveranstaltungen zu vereiteln. Am Vormittag erhielt die Moskauer
Polizei einen Anruf mit der Meldung, dass das Bahnhofsgebäude in
Zchinwal vermint sei. Das Bahnhofsgelände wurde gesperrt. Es wurde zwar
keine Bombe entdeckt, dafür aber ein Granatwerfergeschoss, das laut
Experten seit August 2008 in der Umgebung des Bahnhofs gelegen hatte.
Im südossetischen Sicherheitskomitee wurde die Bombendrohung als ein
Versuch bewertet, die Situation in der Hauptstadt der Republik zu
destabilisieren und die Öffentlichkeit von den Gedenkveranstaltungen auf
den Zwischenfall abzulenken.
HOFFNUNGEN UND GEFAHREN
Heutzutage, zwei Jahre nach der Anerkennung der Unabhängigkeit
Abchasiens und Südossetiens, lassen sich neben den pessimistischen
Aussagen, die Republiken würden sich viel zu langsam von der Tragödie
erholen, auch optimistische Erklärungen hören.
So teilte der Direktor des Internationalen Instituts für Moderne
Staaten, Alexej Martynow, die Meinung des südossetischen Präsidenten
Eduard Kokojty, dass die Republik in fünf bis sieben Jahren
wirtschaftlich unabhängig werden könnte. Dies sei aber nur dann möglich,
wenn ausländische Investitionen nach Südossetien kommen, dank denen sich
die dortige Infrastruktur und Industrie entwickeln kann, ergänzte der
Experte. Wenn die Republik weiterhin in Ruhe in Frieden lebe, sei dies
durchaus realistisch.
Viele Experten, wie auch die südossetischen und abchasischen
Behörden, warnen aber, dass Georgien aus dem Ausland aufgerüstet werde,
so dass sein Militärpotenzial noch größer als vor 2008 sei. Der Direktor
des Zentrums für Analyse des internationalen Waffenhandels, Igor
Korotschenko, führte das auf die Weigerung der Weltgemeinschaft zurück,
Russlands Initiative zur Verhängung eines Embargos für Waffenlieferungen
nach Georgien anzunehmen.
Laut einem Bericht des Instituts hat Georgien allein von der Ukraine
nach dem Krieg gegen Südossetien zehn Panzer T-72, zwölf neue Panzer
T-84U, mehr als 70 Schützenpanzerwagen verschiedenen Typs, drei
Mehrfachraketenwerfer Smertsch, zwölf selbstfahrende Haubitzen Akazie,
90 Fla-Raketensysteme Igla bzw. Strela samt 400 Raketen und 10
Kampfhubschrauber erhalten.
Darüber hinaus hat die Ukraine 300 Scharfschützengewehre, 10.000
Maschinenpistolen Kalaschnikow, 1000 Granatwerfer samt 5000 Geschossen,
ins- gesamt 90 Millionen Patronen verschiedener Kaliber, vier
Koltschuga-M-Radarstationen, 25.000 Panzerminen, 70.000 Infanterieminen,
100 Panzertriebwerke und eine große Partie von lenkbaren
Panzerabwehrraketen Combat an Georgien geliefert. Diese
Waffenlieferungen seien bis zur Wahl Viktor Janukowitschs als neuen
ukrainischen Präsidenten erfolgt, so der Bericht.
Außerdem habe Israel zwischen 2006 und 2008 165 georgische Panzer
T-72 modernisiert, heißt es im Dokument weiter. Vor dem Konflikt in
Südossetien konnte dieses Vorhaben nicht vollständig umgesetzt werden.
Etwa 35 Panzer seien bereits nach dem Krieg modernisiert worden. Auch
die begonnene Belieferung Georgiens mit 1000 Automatik-Gewehren TAR-21
wurde erst nach dem Angriff gegen Südossetien abgeschlossen.
Im Jahr 2006 bestellte Georgien bei Israel 40 Drohnen Hermes-450 für
etwa 400 Millionen Dollar. 2007 seien zwischen acht bis 16 solcher
Flugapparate geliefert worden. Die Lieferung von anderen Flugkörpern ist
für 2009 bis 2011 (ungefähr acht Drohnen pro Jahr) geplant.
Darüber hinaus versorgte Bulgarien 2009 Georgien mit zwölf
D-20-Artilleriewaffen (Kaliber von 122 Millimetern) und zwölf
Raketenwerfer des gleichen Kalibers. Eine große Partie von Schusswaffen
und Munition (bis zu 50.000 Maschinenpistolen „Kalaschnikow-74“, 1000
Granatwerfer RPG-70 samt 20.000 40-Millimeter-Geschossen und etwa 15.000
Sturmgewehre (Kaliber 5,56 Millimeter) wurde nach Georgien von der
bulgarischen Firma Arsenal geliefert.
2009 erhielt Georgien von der Türkei 70 Schützenpanzerwagen Ejder.
Außer- dem wurde ein Vertrag zur Lieferung von 100 Panzerfahrzeugen
„Kobra“ erfüllt. Der georgischen Küstenwache stellte die Türkei ein
Patrouillenboot zur Verfügung.
Im Sommer 2010 unterzeichneten die Firma Eurocopter und Georgien ein
Absichtsprotokoll zur Lieferung von zwei Hubschraubern AS-332 SuperPuma
im Jahr 2012.
Auch die USA boten Georgien im September 2009 eine große Partie von
Rüstun- gen, Militärtechnik und Munition an. Es handelte sich dabei um
Raketenkomplexe Patriot, Stinger und Igla-3, Panzerabwehrlenkwaffen
Javelin und Hellfire-2 sowie um eine große Menge von Munition für
leichte Waffen.
10.08.2010 MEIN
POLITBLOG.de
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Medwedew in
Abchasien - Vertiefung der Kooperation versprochen |
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Suchum, Bei einem Treffen
mit Abchasiens Republikchef Sergej Bagapsch in der abchasischen
Hauptstadt Suchum hat Präsident Dmitri Medwedew Russlands
Einstellung auf die weitere Entwicklung der Beziehungen in der
Wirtschaft und im Sicherheitsbereich bestätigt.
Medwedew war am Sonntag zu einem kurzen Arbeitsbesuch in Abchasien
eingetroffen. Dies ist sein erster Besuch in der Republik nach der
Ausrufung der Unabhängigkeit dieser georgischen Provinz.
„Die bekannten Ereignisse vor zwei Jahren in Südossetien haben eine
ganze Reihe von politischen Prozessen eingeleitet, darunter auch die
Anerkennung Abchasiens und Südossetiens als selbständige Subjekte des
Völkerrechts“, betonte Russlands Präsident. Russlands Entscheidung, die
Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens anzuerkennen, „war zwar nicht
leicht, die Zeit hat aber gezeigt, dass sie richtig war“.
„Wären die damaligen Entscheidungen ausgeblieben, so wäre die Situation
heute völlig anders gewesen“, sagte Medwedew. „Jetzt hat sich aber die
Situation beruhigt, wie ich es bei meinen Gesprächen mit ausländischen
Partnern feststelle.“ Es gibt nach seinen Worten „keine Alternative“ zur
Entwicklung umfassender Beziehungen mit Abchasien.
Medwedew äußerte die Zuversicht, dass Abchasien alle Möglichkeiten hat,
ein gedeihendes Land zu werden. Dabei verwies er unter anderem auf die
hervorragenden klimatischen Bedingungen und auf die Tatsache, dass viele
Bürger Russlands ihren Urlaub in Abchasien verbringen.
„Es gibt auch andere Projekte und Ideen, die umgesetzt werden könnten,
und wir werden diese besprechen“, fügte Russlands Präsident hinzu.
Bagapsch dankte Medwedew für den Besuch in Abchasien und teilte mit,
dass er mit dem russischen Staatschef verschiedene Aspekte der
Zusammenarbeit, in erster Linie in der Wirtschaft, behandeln möchte.
08.08.2010
RIA Novosti
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Der Fünf-Tage-Krieg:
zwei Jahre später |
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Die zwei Jahre, die seit dem „Fünf-Tage-Krieg" im
Kaukasus vergangen sind, haben die Richtigkeit der Entscheidungen
bestätigt, die Russland damals getroffen hat. Auch die Position der
EU-Staatsführung hat sich verändert. Während man im August 2008 in
Europa von dem Überfall Moskaus auf Tiflis schrie, gibt man dort heute
die Aggression Georgiens gegen Südossetien und die Billigkeit der
russischen Antwort an das Saakaschwili-Regime zu. Die Ergebnisse der
zweijährigen diplomatischen Aktivitäten rund um die Kaukasus-Frage faßte
in diesen Tagen der Präsident Dmitri Medwedjew zusammen, indem er eine
Frage des Korrespondenten der Stimme Russlands beantwortete:
„Um auf die Ereignisse vor zwei Jahren zurückzukommen,
möchte ich sagen, daß ich alle Entscheidungen, die damals getroffen
wurden, für ganz gerechtfertigt halte und glaube, daß sie sich als
wirksam erwiesen haben. Unser Land hat den Völkern von Abchasien und
Südossetien eine hilfreiche Hand geboten, hat das in einer kritischen
Situation getan, als selbst ihre Identität, ihr Fortbestehen gefährdet
wurde, hat diese Völker in Schutz genommen. Diejenigen, die sich besorgt
zeigten, konnten sich vergewissern, daß die Handlungen der russischen
Seite nur einen Beweggrund hatten, nämlich den Wunsch, die Leben der
Menschen zu retten, die zur Zielscheibe von Aggression wurden" Die Lage
in der Region kann nach Meinung des russischen Präsidenten durch ein
Abkommen über Nichtanwendung der Gewalt zwischen Georgien auf einer,
Südossetien und Abchasien auf der anderen Seite stabilisiert werden.
Diese Frage wird bei den Genfer Diskussionen zur Normalisierung der
Situation in Transkaukasien regelmäßig zur Sprache gebracht. Jedoch
weigert sich Georgien, dieses Dokument zu unterzeichnen.
Es sei erinnert, daß sich die Lage im
georgisch-südossetischen Konfliktgebiet am Abend des 1. August 2008
drastisch zugespitzt hat. Die Stadt Zchinwal u. a. Ortschaften standen
unter Massenbeschuss durch die georgische Seite. In der Nacht zum
8. August begannen die georgischen Truppen den Ansturm auf Zchinwal,
beschossen die Stellungen der russischen Friedenssoldaten, die sich dort
kraft des UNO-Mandats aufhielten, und griffen sie an. Um seine
Armeeangehörigen und die südossetischen Zivilisten zu schützen (viele
von denen russische Pässe haben), reagierte Russland mit einer
Kriegsoperation gegen Tiflis zur „Friedenserzwingung". Innerhalb von
fünf Tagen wurden die georgischen Truppen von dem ossetischen Boden
verdrängt. Moskau gelang es, die Aggression aufzuhalten und den Genozid
des ossetischen Volkes zu verhindern. Bald nach diesen Ereignissen
anerkannte Russland de jure die Unabhängigkeit von Südossetien und
Abchasien, zwei Republiken, die um diese Zeit schon seit fast 20 Jahren
als unabhängige Staaten existiert hatten.
Zwei Jahre später versuchen sowohl russische als auch
westliche Experten, die Auswirkungen des georgisch-südossetischen
Krieges abzuschätzen. Sie stellen fest, daß die Art, wie der Konflikt
rund um den Kaukasus gelöst wurde, Moskau erlaubt hat, seine
geostrategischen Positionen im Kaukasus wesentlich zu stärken. Im Grunde
genommen ist jetzt Russland der einzige Garant für Sicherheit in dieser
brisanten Region.
Heutzutage müssen sich alle darüber im klaren sein, daß
sich die Situation um den Kaukasus von Grund auf verändert hat. Eine
„Wiedereingliederung" von Zchinwal und Suchum in den georgischen
Staatsverband kommt nicht in Frage, davon sind nicht nur russische,
sondern auch europäische Experten überzeugt. Und die Bemühungen gewisser
Staaten, die ohnehin instabile Lage im Kaukasus stärker ins Wanken zu
bringen, sind einer besseren Sache würdig. Beispielsweise würde man
lieber Tiflis dazu bewegen, das Abkommen über Nichtanwendung von Gewalt
mit Zchinwal und Suchum zu unterzeichnen.
Allerdings wird das heutige Regime von Tiflis die
Vorteile einer friedlichen Lösung der Fragen, die für einige
hochgestellte Politikern brandaktuell sind, kaum zu schätzen wissen.
Deshalb hat Dmitri Medwedjew jetzt, zwei Jahre später, erneut
unterstrichen: die ganze Verantwortung für die Ereignisse im August 2008
liegt auf der georgischen Staatsspitze und dem Präsidenten Michail
Saakaschwili. Was aber das georgische Volk angeht, ist Russland bereit,
seine traditionsgemäß brüderlichen Beziehungen zu ihm wiederaufzubauen.
Bis es soweit ist, garantiert Russland: der Genozid im Kaukasus wird
sich nicht wiederholen.
08.08.2010 Stimme
Russlands
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Russland wird
Abchasien einen Staatskredit in Höhe von 700 Millionen Rubel einräumen |
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Moskau,
Russland wird Abchasien einen
Staatskredit in Höhe von 700 Millionen Rubel einräumen. Das Abkommen
wurde am Freitag in Suchum unterzeichnet. Diese Geldmittel sind für die
Modernisierung der Nationalbank Abchasiens bestimmt.
Momentan arbeitet
die russische Regierung einen Plan zur Unterstützung Abchasiens und
Südossetiens für das Jahr 2011 aus. Zu diesem Zweck sind im russischen
Haushaltsentwurf für das kommende Jahr fast 10 Milliarden Rubel
reserviert.
07.08.2010 Stimme Russlands
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Russland
stellt Abchasien und Südossetien weitere massive Finanzhilfe in Aussicht |
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Moskau,
Russland greift Abchasien und
Südossetien weiter finanziell unter die Arme. Im kommenden Jahr sollen
die beiden Republiken 9,8 Milliarden Rubel (über 250
Millionen Euro) Hilfe erhalten. Das kündigte der russische
Ministerpräsident Wladimir Putin am Freitag an.
Aus dem Geld sollten
Gemeinschaftsprojekte finanziert werden. Von 2008 bis 2009 hatte
Russland bereits 8,5 Milliarden Rubel in die Wiederherstellungsarbeiten
in dem kriegszerstörten Südossetien investiert, dessen Infrastruktur
beim georgischen Angriff im August 2008 schwer beschädigt worden war.
In
diesem Jahr stellt Russland rund 5,7 Milliarden Rubel (knapp 143
Millionen Euro) für diese Zwecke bereit. Zudem bewilligte Moskau 200
Millionen Rubel (5,2 Millionen Euro) Hilfsgelder für Abchasien.
06.08.2010
Stimme Russlands
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Umfrage: Russen
für unabhängiges Südossetien – "Kommersant" |
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Moskau,
Laut einer Umfrage vom Juli sind die meisten Russen der Ansicht, dass
Südossetien und Abchasien unabhängige Staaten sein sollten. Gleichzeitig
unterstützen sie das Vorgehen der russischen Führung beim
Südossetien-Konflikt vom August 2008 und halten den Truppenabzug für
verfrüht, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Mittwoch.
Wie der Direktor des
Meinungsforschungszentrums Lewada, Lew Gudkow, erläutert, hätten sich
die Meinungen zum russisch-georgischen Konflikt in den vergangenen zwei
Jahren in der Gesellschaft nicht grundsätzlich verändert. Das Vorgehen
des Kreml wird heute sogar positiver bewertet. 64 Prozent seien
überzeugt, dass Russland 2008 "alles Mögliche getan hat, um die
Eskalation des Konflikts und ein Blutvergießen zu verhindern". Im Juli
vorigen Jahres vertraten 57 Prozent diese Auffassung. Die antiwestlichen
Stimmungen haben sich etwas gelegt, überwiegen jedoch noch immer. Nach
Ansicht von 56 Prozent der Bürger hätten die westlichen Staaten 2008
Georgien unterstützt, weil sie nach einer Schwächung Russlands und
seiner Verdrängung aus Transkaukasien streben würden. Vor einem Jahr
waren 62 Prozent dieser Meinung.
In Bezug auf die Präsenz der russischen
Truppen in Südossetien ist die Meinungsverteilung ebenfalls stabil. 54
Prozent setzen sich dafür ein, die Truppen dazubehalten, während 26
Prozent (gegenüber 24 Prozent vor einem Jahr) für ihren Abzug sind.
Weitere 20 Prozent haben Schwierigkeiten bei der Beantwortung der Frage,
was besser wäre.
Laut Gudkow würden die elektronischen
Medien mit ihren ständigen Informationen über Georgien oder den
Nordkaukasus dafür sorgen, dass das Meinungsbild gleich bleibt, dabei
würden sie prorussische und antiwestliche Einstellungen einfließen
lassen. Ein Einzelner sei außerstande, sich gegen solche Einstellungen
zu wehren, findet Lew Gudkow. Er könne sie weder bekräftigen noch
widerlegen, weil er weder für das eine noch für das andere rationale
Argumente bekomme.
Da weiter über die angespannte Situation
im Kaukasus berichtet werde, entstünden in der Gesellschaft Unruhe und
Nervosität. So seien lediglich 36 Prozent heute sicher, dass sich der
militärische Konflikt zwischen Moskau und Tiflis nicht wiederhole. 39
Prozent finden einen weiteren Waffengang für möglich. Weitere 24 Prozent
haben keine Meinung darüber.
Die Beunruhigung komme, so der
Direktor des Lewada-Zentrums, auch in der Einstellung zum Status von
Südossetien und Abchasien zum Ausdruck. Für ihren Beitritt zur
Russischen Föderation haben sich 15 Prozent ausgesprochen (im September
2008 waren es 20 Prozent). Weitere 30 Prozent (gegenüber den früheren 25
Prozent) finden, dass die Sache erst gründlich überlegt sein müsse. 46
Prozent (gegenüber 40 Prozent) sind überzeugt, dass diese beiden
Republiken unabhängige Staaten sein müssten.
04.08.2010
RIA Novosti
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